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Optimierungsmöglichkeiten für die Straßenbeleuchtung
Im Folgenden werden die wesentlichen Ansatzpunkte zur Optimierung der Energieeffizienz von Straßenbeleuchtungs-systemen aufgezeigt. Um die beste Lösung zu finden, empfiehlt es sich, zunächst die Relevanz der einzelnen Ansätze zu prüfen und daraus ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln.
Optimierung der Einschaltzeiten
Bedarfsgerechte Beleuchtungssteuerung
Einsatz effizienter Leuchtmittel
Einsatz effizienter Vorschaltgeräte
Optimierung der Einschaltzeiten
Einen direkten Einfluss auf den Stromverbrauch haben die zu leistenden Betriebsstunden der Lampen. Gerade in den Wintermonaten ergeben sich wegen der geringeren Tagesdauer wesentlich mehr Betriebsstunden als in den Sommermonaten.
Eine Möglichkeit, die Betriebsstunden zu reduzieren, ist die bedarfsgerechte Steuerung des Ein- bzw. Ausschaltzeitpunkts. Wird die Anlage statt mit einer Zeitschaltuhr über einen Dämmerungsschalter gesteuert, dann wird die Straßenbeleuchtung erst eingeschaltet, wenn das Tageslicht nicht mehr für die Ausleuchtung der Straßen ausreicht.
Bedarfsgerechte Beleuchtungssteuerung
Mit Hilfe einer zeitgesteuerten Dimmung kann die Beleuchtungsstärke in der Nacht auf das für die verkehrsärmere Zeit notwendige und vorgeschriebene Maß reduziert werden. Durch die Leistungsreduktion der Lampen wird das gesamte Beleuchtungsniveau gleichmäßig heruntergesetzt. Das menschliche Auge kann sich somit dem schwächeren Beleuchtungsniveau problemlos anpassen.
Die Absenkung der Beleuchtungsstärke über eine gleichmäßige Leistungsreduzierung ist deutlich ratsamer als beispielsweise das Abschalten jeder zweiten Leuchte, da hier die starken Hell–Dunkel-Unterschiede in der Ausleuchtung der Fahrbahn zu einer erhöhten Gefährdung der Verkehrsteilnehmer führen können.
Einsatz energieeffizienter Lampen
Besonders Quecksilber- Hochdruckentladungslampen weisen eine sehr schlechte Energieeffizienz auf und sollten durch effizientere Lampentypen ersetzt werden. Trotz ihrer geringen Lichtausbeute und relativ hohen Ausfallrate sind sie in Deutschland noch weit verbreitet.
Als Alternative bietet sich der Einsatz von hocheffizienten Natrium- Hochdruckentladungslampen an. Sollten diese aufgrund ihrer gelblichen Lichtfarbe für den Einsatzzweck nicht geeignet sein, kommen alternativ Metall-Halogen- Hochdruckentladungslampen in Frage.Die folgende Tabelle zeigt die Einsparpotenziale beim Übergang zu modernen Leuchtmitteltechnologien auf:
| Veraltete Technologie | Neue Technologie | Energie-Einsparpotenzial |
| Leuchtstofflampe | Metall-Halogen- Hochdruckentladungslampe | ca. 25% |
| Quecksilber- Hochdruckentladungslampe | Natrium- Hochdruckentladungslampe | ca. 50% |
| Quecksilber- Hochdruckentladungslampe | Metall-Halogen- Hochdruckentladungslampe | ca. 40% |
Für die Umrüstung bestehender Leuchten von Quecksilber- auf Natrium- Hochdruckentladungslampen oder Metall-Halogen-Hochdruckentladungslampen wird ein zusätzliches Zündgerät benötigt. Diese Maßnahme lohnt sich typischerweise bei Leuchten, die nicht älter als 10 Jahre sind. Andernfalls ist der komplette Austausch der Leuchten günstiger.
Einsatz energieeffizienter Vorschaltgeräte
Elektronische Vorschaltgeräte (EVG) für Hochdruckentladungslampen besitzen im Vergleich zu konventionell betriebenen Vorschaltgeräten (KVG) eine geringere Verlustleistung und sind für Dimmung geeignet.
Bei Leuchtstofflampen bringt der Einsatz von elektronischen Betriebsgeräten, je nach Lampentyp, erhebliche Einsparungen mit sich. Ein weiterer Vorteil gegenüber konventionellen Vorschaltgeräten ist die bis zu 50 Prozent längere Lebensdauer.



