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5 Schritte zur Senkung der Stromkosten
Durch den intelligenten Einkauf sowie eine Energie sparende Nutzung von Geräten der Informations- und Kommunikationstechnik lassen sich die Stromkosten für Bürogeräte erheblich reduzieren. Unser Rechenbeispiel für ein Musterbüro mit vier typischen PC-Arbeitsplätzen zeigt, dass sich bis zu 75% der Energiekosten für Ihre Bürogeräte einsparen lassen.
Folgende Schritte helfen Ihnen bei der Erschließung von Stromeinsparpotenzialen.
Beschaffung energieeffizienter Geräte
Mit jedem neu beschafften Bürogerät werden die Betriebskosten für die nächsten drei bis sechs Jahre festgelegt. Damit ist die Entscheidung für das energieeffizientere Gerät der erste wichtige Schritt zu Betriebskosteneinsparungen in beträchtlichem Umfang. Und das vor allem dann, wenn gleichzeitig eine Vielzahl von Bürogeräten beschafft wird.
Unabhängig von den Ausstattungs- und Leistungsmerkmalen weisen Bürogeräte oftmals erheblichen Unterschiede im Stromverbrauch auf. Dabei müssen Energie sparende Geräte nicht teurer sein als ineffiziente Geräte.
Ein Beispiel für zwei vergleichbare LCD-Monitore zeigt dies eindrucksvoll:
Es lohnt sich daher, den Stromverbrauch der angebotenen Geräte zu vergleichen und das wirtschaftlichste Angebot zu identifizieren. Die Online-Auswahlhilfe Office-TopTen der Kampagne "Effiziente Stromnutzung im Dienstleistungssektor" liefern dafür eine wertvolle Unterstützung.
Praxisgerechte Ausstattung der Bürogeräte
Um die Einsparpotenziale vollständig zu erschließen, ist vor der Beschaffung energieeffizienter Bürogeräte darauf zu achten, die Anforderungen an die Ausstattung und Leistung der Geräte den tatsächlichen Praxisanforderungen anzupassen: Geräte, die für den Arbeitsalltag überdimensioniert sind, verbrauchen unnötig Strom.
Es lohnt sich daher genau zu prüfen, für welche Anwendungen das Gerät in der Praxis tatsächlich genutzt wird und welche Leistung dafür auch perspektivisch erforderlich ist.
So ist beispielsweise für gängige Office-Anwendungen wie Textverarbeitung, Internet und Email kein stromintensiver High-End PC erforderlich. Diese sind vor allem für rechenaufwendige Grafikanwendungen oder Videobearbeitung ausgestattet und für Office-Anwendungen überdimensioniert. Daneben kann sich der Stromverbrauch von PCs mit vergleichbarer Ausstattung und Leistung ohne weiteres um 50% und mehr unterscheiden. Noch wirtschaftlicher arbeiten moderne Notebooks, die mit energiesparenden Prozessoren und Komponenten ausgestattet und zu vergleichbaren Anschaffungspreisen wie ein Desktop-PC mit Monitor verfügbar sind.
Erhebliche unterschiede im Stromverbrauch bestehen daneben auch bei allen anderen Geräte im Büro, wie Monitore, Kopierer, Drucker, Scanner und Fax mit vergleichbarer Ausstattung und Leistung.
Nutzung von multifunktionalen Geräten
Die Funktionen einzelner Peripheriegeräte wie Kopierer, Drucker, Scanner oder Fax lassen sich in einem Multifunktionsgerät zusammenfassen.
Die Zusammenfassung vermeidet den unnötigen Leerlauf-Stromverbrauch mehrerer Einzelgeräte. Dies ist entscheidend, da gerade bei Peripheriegeräten wie Drucker, Scanner oder Fax der Großteil des Stromverbrauchs während der Betriebsbereitschaft der Geräte verursacht wird.
Ein weitere positiver Aspekt neben der Senkung der Stromkosten ist die Reduzierung der Aufwendungen für Verbrauchsmaterialien, Wartung und Entsorgung.
Ein ähnliches Ergebnis lässt sich durch die Zusammenfassung der Funktionen von Desktop-PC und Monitor in einem Notebooks erreichen. Aus Sicht der Funktionalität ist ein Notebook deutlich Strom sparender als die beiden Einzelgeräte.
Nutzung der Energiespareinstellungen
Grundsätzlich gilt: Bei der neuen Büroausstattung darauf achten, dass die Energiespareinstellungen komfortabel nutzbar sind. Achten Sie auf eine Aktivierung im Betrieb und eine bedarfsgerechte Konfiguration. Natürlich gilt dies auch für die Nutzung und Aktivierung der Energiespareinstellungen für den bestehenden Gerätepark.
In kleineren Unternehmen oder Abteilungen bietet sich die Benennung eines Verantwortlichen an, der die Nutzer bei der Einstellung und Anpassung der Energiespareinstellungen der Geräte unterstützt.
In größeren Unternehmen sowie in IT-Netzwerken kann es sinnvoll sein, die individuelle Veränderung der Energiemanagement-Optionen durch die Anwender einzuschränken oder vollständig zu unterbinden. Deshalb muss aber nicht auf die Energiesparfunktionen verzichtet werden. Es lohnt sich, die Energiesparfunktionen in Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung für alle Geräte einzurichten. Zusätzlich gibt es Software Lösungen, die es erlauben, dass Power Management auch in großen Netzwerken komfortabel und sicher zentral zu administrieren.
Vollständige Trennung vom Stromnetz außerhalb der Büroarbeitszeiten
Die vollständige Trennung vom Stromnetz außerhalb der Büro-Betriebszeiten und am Wochenende vermeidet die erheblichen Leerlaufverluste, die sonst durch das Verharren der Geräte im Stand-by oder Schein-Aus entstehen.
Auch scheinbar ausgeschaltete Geräte sind häufig nicht vollständig vom Stromnetz getrennt. Dieser Zustand wird deshalb auch „Schein-Aus“ genannt. Durch Nutzung einer Steckdosenleiste mit echtem Netzschalter lässt sich dieser unnötige Stromverbrauch vermeiden. Steckdosenleisten mit Relais-Taster sind besonders bedienungsfreundlich, da der zentrale Schalter von der Steckdosenleiste getrennt ist und leicht zugänglich auf dem Schreibtisch platziert werden kann. Noch komfortabler sind so genannte Master-Slave- Steckdosenleisten: Bei Ausschalten des Master-Geräts (z. B. dem PC) werden gleichzeitig alle angeschlossenen Peripheriegeräte automatisch vom Netz getrennt. Dies lässt sich auch komfortabel durch die Nutzung von Zeitschaltuhren lösen.




