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Umsetzungsstrategie

Damit die praktischen Handlungsempfehlungen aus der Tool-Box erfolgreich umgesetzt werden können, empfiehlt es sich, diese organisatorisch zu verankern und einen entsprechenden Prozess im Unternehmen anzustoßen. Die höchsten Einsparungen können erzielt werden, wenn alle Beschäftigten in den Prozess eingebunden werden.

Um Schritt für Schritt die erheblichen Energieeinsparpotenziale durch effiziente Stromnutzung am Arbeitsplatz zu erschließen, bietet sich ein gemeinsamer Lernprozess aller Beschäftigten im Unternehmen an. Er lässt sich in folgende Prozessphasen unterteilen.

Bewusstseinsbildungsphase

Im ersten Schritt wird zunächst die Ausgangssituation analysiert und dokumentiert. Um das Interesse der Mitarbeiter zu wecken, ist darauf zu achten, dass die Mitarbeiter frühzeitig z.B. in Form eines Kick-Off-Meetings in das Projekt eingebunden werden. Der frühzeitige und offene Dialog schafft Transparenz und Akzeptanz. In der Auftaktveranstaltung sollte das Ziel - Erschließung der nutzerabhängigen Einsparpotenziale - unter Beschreibung der Ausgangssituation möglichst anschaulich erläutert und die möglichen Maßnahmen mit ihren Vorteilen vorgestellt werden. So kann das Bewusstsein geweckt und die Bereitschaft zum energieeffizienten Handeln geschaffen werden. Im nächsten Schritt geht es darum, die Mitarbeiter zu informieren und motivieren.

Informations-& Motivationsphase

Ein nachhaltiger Verhaltenswandel ist nicht allein durch vermehrte Information, sondern auch durch anhaltende Motivation zu erzielen. Um nachhaltig energieeffizientes Verhalten in Unternehmen zu fördern, ist ein kontinuierlicher Informations- und Motivationsprozess erforderlich. Dabei sind die Aufgaben und Kompetenzen der Beteiligten zu klären, und die Verantwortlichkeiten zu definieren.

Im Rahmen des Informationsprozesses werden konkrete  Handlungsempfehlungen ausgesprochen. Die Motivation zum Handeln kann über individuelle Verhaltensanreize erfolgen. Um ein hohes Maß an Motivation und Engagement zu erzielen, sollten individuelle Anreizsysteme entwickelt werden. Allgemein gilt es zwischen monetären Anreizen (Prämien, etc.) und nicht-monetären Anreizen (Anerkennung, etc.) zu unterscheiden.


Beispielsweise kann ein unternehmensinterner Wettbewerb, verbunden mit einer Prämie für die Stromeffizientesten Nutzer, einen Anreiz für eine Verhaltensänderung aller Mitarbeiter sein. Die Ausschüttung der Stromeinsparung könnte beispielsweise zu Gunsten eines Betriebsfestes gehen.

Um langfristigen Erfolg zu gewährleisten, empfiehlt sich die organisatorische Verankerung von Verantwortungsbereichen in den Institutionen. Ein Beauftragter für Energie könnte z.B. allgemeiner Ansprechpartner für Fragen zum Thema „Energieeffizienz“ sein. Der Energiebeauftragte könnte Audits durchführen bzw. durchführen lassen und die geplanten Optimierungsmaßnahmen begleiteten.

Evaluierungs-& Feedbackphase

Die Evaluierungs- und Feedbackphase dient der Auswertung und Optimierung der gewonnen Ergebnisse.

Die Auswertung ist ein essentieller Bestandteil des Prozesses und kann über entwickelte Energiekennzahlen oder den Vergleich von Betriebskostenabrechnungen erfolgen. Die Erfolgskontrolle sollte regelmäßig und in kurzen Abständen (monatlich oder quartalsweise) erfolgen, damit die Nutzer den Erfolg ihres Engagements zeitnah erfahren. Die Analyse der Ergebnisse entscheidet über den Integrationserfolg der Instrumente. Ergibt die Analyse ein negatives Resultat, sollte der Prozess optimiert werden.