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Anwendungen und Datenhaltung

Häufig werden in Rechenzentren Anwendungen vorgehalten, die nicht oder nur sehr selten benötigt werden. Dies blockiert wichtige Ressourcen in Ihrer IT-Infrastruktur. Auch bei der Speicherung und Archivierung von Daten gibt es vielfach neue Ansätze für eine Optimierung und Alternativen zu herkömmlichen Festplattenspeichern. Festplatten benötigen zwar wenig, dafür aber anhaltend elektrische Energie. Für Dateien die nur selten aufgerufen werden oder nur zur langfristigen Dokumentation dienen, bieten sich hier verschiedene Alternativen an.

Anwendungen überprüfen

Prüfen Sie anhand einer Liste aller Anwendungen, wie häufig diese benötigt werden. So können Sie schnell feststellen ob in Ihrem Rechenzentrum Anwendungen vorgehalten werden, die nicht mehr notwendig sind. Suchen Sie nach Alternativen für Spezialprogramme, die nur von einzelnen Mitarbeitern oder nur sehr selten genutzt werden.

Ein mögliches Mittel, die für Ihren Betrieb notwendigen Programme zu ermitteln, kann die Einführung einer internen Kostenstellenrechnung sein. Wenn jeder Bereich die Kosten für das Vorhalten selten benötigter Anwendungen selbst trägt, ergeben sich häufig Möglichkeiten auf einzelne Anwendungen zu verzichten und so freie Serverkapazitäten zu schaffen.

Datenspeicherung

Nutzen Sie für langfristige Datenarchivierung z.B.  Magnetbändern oder optischen Speichermedien. Auch moderne Systeme wie Solid State Disks (SSD) und Massive Array of Idle-Disks (MAID) können eine interessante Alternative darstellen, wobei diese zurzeit noch relativ teuer sind.

Prüfen Sie auch, ob der Einsatz moderner Speichermanagementsysteme für Ihre IT in Frage kommt. Bei den so genannten HSM-Systemen (hirachical storage management) werden die Zugriffe auf Dateien überwacht. Findet über einen definierten Zeitraum kein Zugriff statt, wird diese automatisch von den hochverfügbaren und daher kostenintensiven Netzwerkspeichern auf andere Speichermedien transferiert. Auf den schnellen Netzwerkspeichern werden so Kapazitäten frei. Den Mitarbeitern fällt die Veränderung lediglich durch etwas verlängerte Zugriffszeiten bei sehr selten verwendeten Dateien auf.

Private Daten auf den Servern des Rechenzentrums

In vielen Unternehmen machen private Foto-, Video- oder Musikdateien einen wesentlichen Teil der gespeicherten Daten aus. Prüfen Sie, gegebenenfalls in Absprache mit Ihren Mitarbeitern, die Beschränkung des persönlichen Speicherplatzes auf ein sinnvolles Maß. Darüber hinaus sollten Sie die privaten Daten aus den aufwändigen Datensicherungsroutinen herausnehmen um das System zu entlasten.