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Kühlung und Klimatisierung

Serverräume müssen klimatisiert und gelüftet werden. Häufig wird jedoch für diese Aufgaben erheblich mehr Energie als erforderlich eingesetzt.
Der Anteil des Stromverbrauchs für die Klimatisierung kann bis zu 50 Prozent der gesamten Stromkosten betragen. Vorreiter zeigen, dass sich dieser Anteil deutlich reduzieren läßt.

Warum muss gekühlt werden?

Die primäre Aufgabe der Klimatisierung im Rechenzentrum liegt darin, systemkritische Komponenten (CPU, Laufwerke, USV-Batterien, etc.) auf einem Temperaturniveau zu halten, dass einen störungsfreien Betrieb erlaubt und Schäden durch Überhitzungen abwendet. Im Normalfall werden diese Komponenten nicht direkt gekühlt, sondern die Kühlluft wird über eine optimal eingestellte Luftführung zu den systemkritischen Wärmequellen geleitet.

Die Wärme die beim Betrieb eines Rechenzentrums entsteht ist enorm. Über die elektrischen Verluste der Netzteile und der USV, sowie in den Servern und anderen technischen Geräten werden große Wärmemengen an die Umgebung abgegeben. Jedes Watt an Leistung, dass ins Rechenzentrum hineinfließt muss über die Klimaanlage aufwändig wieder herausgekühlt werden. Daher lohnt es sich doppelt, bei der Anschaffung der Geräte auf besonders energieeffiziente Technik zu achten.

Temperatur im Rechenzentrum

Wie stark muss ein Rechenzentrum gekühlt werden? Diese Frage kann nicht grundsätzlich und allgemeingültig beantwortet werden. Beachten Sie jedoch, dass mit jedem Grad geringerer Temperatur der technische und energetische Aufwand für die Kühlung stark ansteigt.

Je höher die Temperatur in Ihrem Rechenzentrum, je geringer ist der Aufwand für die Kühlung. Betreiben Sie Ihr Rechenzentrum daher bei der Temperatur die vom Hardware-Hersteller als Maximum angegeben ist. Erfahrungen aus der Praxis zeigen, dass auch höhere Temperaturen nicht zu Anstiegen bei den  Hardwareausfällen führen. Im Zweifel sprechen Sie Ihre Hardwarehersteller, auch hinsichtlich möglicher Auswirkungen auf Garantieleistungen, direkt an.

Langfristig bietet es sich an, in Ausschreibungen für neue Geräte eine zulässige Betriebstemperatur aller Geräte von 30°C zu verlangen. Mehrkosten die hierdurch in der Anschaffung entstehen können, amortisieren sich aufgrund der Einsparungen bei den Stromkosten für die Kühlung innerhalb kurzer Zeit.

Folgende Punkte können Sie in Ihrem Rechenzentrum beachten:

  •  Die gesamten Wärmelast des Serverraums reduzieren: Pro kWh eingesparte Stromkosten beim IT-Equipment werden zusätzlich ca. 0,5 kWh für die Klimatisierung eingespart.
  • Einen natürlich kühlen Raum als Serverraum wählen. (z.B. Nordseitig)
  • Die Kühlluft so direkt wie möglich zu den Komponenten leiten, die einer Kühlung bedürfen.
  • Die warmer Abluft der IT-Technik von der eingehenden Kühlluft tatsächlich getrennt halten.
  • Wenn möglich die kalte Außenluft zur Entlastung der Kühlanlage verwenden (z.B. indirekte freie Kühlung über Wärmetauscher).
  • Energieeffiziente Kühlsysteme nutzen, die bei Bedarf über eine Thermostatsteuerung aktiviert werden.
  • Den Energieverbrauch und die Energiekosten kontinuierlich überwachen.
  • Die Betriebsparamter regelmäßig überprüfen und gegebenenfalls  optimieren.

Energieeffizienz im Rechenzentrum

Der dena-Leitfaden zeigt die Einsparpotenziale in Rechenzentren auf und stellt konkrete Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vor.

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